Marguerite Spycher

Autorin | Graphologin

Essays

Auswahl
Tinte und Buchstaben

Handschriften von Menschen aus Geschichte, Kultur, Politik und Kunst werden von der Autorin analysiert.
Sie zeigt in ihren graphologischen Essays unbekannte Aspekte dieser Persönlichkeiten.

Nebenstehend eine Auswahl von Handschriften sowie Schnipsel aus den vollständigen Portraits.


PABLO PICASSO

Maler, Bildhauer, Töpfer | 1881-1973
Pablo Picasso

Als Künstler vielseitig, auch eigenwillig und kreativ im eigentlichen Sinne des Wortes beschritt er tatsächlich eigene Wege und leitete neue Kunstströmungen ein. | Porträt lesen


ROMY SCHNEIDER

Deutsch-französische Schauspielerin | 1938-1982
Romy Schneider

Die grosse Handschrift der Vierundzwanzigjährigen zeigt Schwung und Lebensfreude, die Schreiberin lässt sich leicht begeistern. Die Raumaufteilung verrät uns, dass sie sehr stark im Augenblick lebt, dass sie auch ganz selbstverständlich den ihr zur Verfügung stehenden Aktionsraum ausfüllt, dass sie also sehr präsent ist, wo immer sie sich befindet. | Porträt lesen


HEINRICH VON KLEIST

Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist | 1777-1811
Heinrich von Kleist

Klein, eilig, viel "Luft" zwischen den Zeilen: Diese Schrift zeigt die expansive, schwärmerische, fast manische Seite Heinrich von Klesits. In anderen Dokumenten wird der depressive Anteil seiner Persönlichkeit deutlicher erkennbar.
«Die Wahrheit ist, dass mir auf Erden nicht zu helfen war.» | Porträt lesen


LUDWIG II. VON BAYERN

König von Bayern, Erbauer von Neuschwanstein | 1845-1886
Ludwig II. von Bayern

Märchenkönig. Grossartiger Schlösserbauer. Förderer von neuen technischen Möglichkeiten. Wagnerverehrer. Spinner oder Genie? - Wer war "da Kini" wirklich?
Aus seinem Tagebuch: «Ich bin überhaupt viel zu früh König geworden. Ich habe nicht genug gelernt. Ich hatte so schön angefangen, (...) Staatsrecht zu lernen. Plötzlich ward ich herausgerissen und auf den Thron gesetzt. Nun, ich suche noch zu lernen ...» | Porträt lesen


SIR ARTHUR CONAN DOYLE

Arzt und Schriftsteller | 1859-1930
Handschrift von Arthur Conan Doyle

Der Schöpfer des legendären Detektivs Sherlock Holmes zeigt in seiner Handschrift die Fähigkeit zum analytischen Denken.
Übrigens ein wunderbares Beispiel dafür, dass die verbreitete Ansicht über "unleserliche Schriften von Ärzten" jeglicher Grundlage entbehrt. | Porträt lesen


LUDWIG VAN BEETHOVEN 

Komponist und Pianist | 1770-1827
Ludwig van Beethoven

Beethovens Schrift hat in diesem Brief viel «Drive»: Der Vorwärtsdrang zeigt sich in grossen Wortabständen in weiten Buchstaben, teilweise fast fadenförmigen Kombinationen und in schwungvollen Wortendungen. - Dies ist Ausdruck von lebhaftem Geist, schnellem Denken und ganz allgemein dem Bedürfnis, etwas zu bewirken oder salopp ausgedrückt «vorwärts zu machen». Auffallend sind auch die Schwankungen in der Schriftlage: grundsätzlich rechtsschräg geschrieben, teilweise «kippen» die Wörter weit nach rechts, manchmal ist auch Steillage zu erkennen. - Hier zeigt sich, dass die lebhaften Impulse manchmal «durchdrücken» und die Kontrolle kurzzeitig weniger gut gelingt. | Porträt lesen


NAPOLEON BONAPARTE 

Französischer Militär, als Napoleon I. Kaiser von Frankreich | 1769-1821
Napoleon Bonaparte

Napoleone Buonaparte, Kind einfacher Landadeliger auf Korsika, endete als Kaiser Napoleon I. in britischem Exil auf St. Helena.
Ehrgeiz und Ungeduld zeigen sich in der Schrift: Die Lage schwankt, die Zeilen sind wellenartig, Formen teilweise genau, teilweise unleserlich, die Querstriche und Oberzeichen mit viel Druck. Alles "gebündelt" in seinem Namen zu erkennen.
Als Staatsmann verordnete er zahlreiche sinnvolle Änderungen und legte so den Grundstein für die moderne Zivilgesellschaft. Der Code Civil - oft auch Code Napoléon genannt - ist Basis für die modernen Verfassungen vieler Staaten. | Porträt lesen